Eine Schiffsschraube „schraubt“ sich durchs Wasser – aber nie ganz ohne Verlust. Der Rechner berechnet aus Steigung und Wellendrehzahl die theoretische Geschwindigkeit und mit dem Schlupf die reale. Mit einer GPS-Messung lässt sich der Schlupf deines Boots bestimmen.
- theoretisch
- Drehzahl × Steigung
- real
- theoretisch × (1 − Schlupf)
- Rennboote
- Schlupf grob 10–30 %
- P/D
- Steigung ÷ Durchmesser
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So rechnet der Rechner
Die Steigung ist der Weg, den die Schraube pro Umdrehung zurücklegen würde, wenn sie sich wie in festem Material bewegte. Im Wasser gleitet sie etwas durch – das ist der Schlupf. Er hängt von Rumpf, Gewicht, Schraubenform und Trimmung ab.
Rechenbeispiel
Eine Schraube mit 56 mm Steigung bei 20 000 U/min käme theoretisch auf 67,2 km/h. Mit 25 % Schlupf fährt das Boot real etwa 50,4 km/h. Misst du per GPS 50 km/h, beträgt der Schlupf rund 26 %.
Tipps & typische Fehler
- Wellendrehzahl ist die Motordrehzahl unter Last – bei Getriebe durch die Übersetzung teilen.
- Mehr Steigung bringt Topspeed, belastet aber Motor und Regler stärker und kann das Boot schwer ins Gleiten bringen.
- Temperatur prüfen: Nach jedem Schraubenwechsel Motor, Regler und Akku kontrollieren.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Geschwindigkeit meines RC-Boots?
Wellendrehzahl × Steigung ergibt die theoretische Geschwindigkeit. Davon zieht man den Schlupf ab – bei schnellen Rennbooten grob 10–30 %, bei Verdrängern deutlich mehr.
Was bedeutet Schlupf bei der Schiffsschraube?
Den Anteil, um den das Boot langsamer fährt als die Schraube theoretisch vorgibt. 25 % Schlupf heißt: Das Boot erreicht drei Viertel der rechnerischen Geschwindigkeit.
Was bedeutet 1,4 bei einer Schraube?
Meist das Steigungsverhältnis P/D: Steigung geteilt durch Durchmesser. Eine 40-mm-Schraube mit P/D 1,4 hat 56 mm Steigung.