Ein Schiffsmodell soll genau auf seiner Konstruktionswasserlinie schwimmen. Der Rechner schätzt aus Länge, Breite, Tiefgang und Völligkeitsgrad die Verdrängung, vergleicht sie mit dem fahrfertigen Gewicht und nennt den fehlenden Ballast – oder wie viel das Modell zu schwer ist.
- Verdrängung
- L × B × T × cB × Dichte
- Süßwasser
- 1,000 kg/l
- Salzwasser
- 1,025 kg/l
- Feintrimm
- im Wasser, nicht am Tisch
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So rechnet der Rechner
Der Völligkeitsgrad cB beschreibt, welchen Anteil des Quaders aus Länge, Breite und Tiefgang der Rumpf unter Wasser ausfüllt. Schlanke Yachten liegen bei 0,35–0,45, Kutter und Schlepper um 0,5–0,6, Frachter und Tanker bei 0,7–0,85. Aus der Wasserlinienfläche schätzt der Rechner zusätzlich, wie tief das Modell pro 100 g zusätzlich eintaucht.
Rechenbeispiel
Ein Kuttermodell mit 90 cm Wasserlinie, 22 cm Breite, 8 cm Tiefgang und cB 0,55 verdrängt 8,71 l – auf Konstruktionswasserlinie wiegt es also 8.712 g. Fahrfertig wiegt es 6500 g, es fehlen 2.212 g Ballast. Pro 100 g taucht es etwa 0,72 mm tiefer ein.
Tipps & typische Fehler
- Ballast tief einbauen und mittig auf Höhe des Verdrängungsschwerpunkts – das verbessert Stabilität und Trimm.
- Badewannen-Test: Mit eingebautem Akku und lose aufgelegtem Ballast ins Wasser, erst dann einkleben.
- Salzwasser trägt 2,5 % mehr – wer an der Küste fährt, braucht etwas mehr Ballast.
Häufige Fragen
Wie viel Ballast braucht mein Schiffsmodell?
Verdrängung auf Konstruktionswasserlinie minus fahrfertiges Gewicht. Die Verdrängung lässt sich mit Länge × Breite × Tiefgang × Völligkeitsgrad schätzen; genauer ist das Austarieren im Wasser.
Was ist der Völligkeitsgrad?
Das Verhältnis aus tatsächlichem Unterwasservolumen zum umschließenden Quader. Ein Wert von 0,55 bedeutet, dass der Rumpf 55 % dieses Quaders ausfüllt.
Welcher Ballast eignet sich?
Blei ist kompakt und lässt sich gut anpassen. Viele nutzen Bleischrot in Epoxid oder Bleiplatten. Wichtig ist, den Ballast tief und sicher zu befestigen.