Der Propeller-Rechner schätzt aus Durchmesser, Steigung und Drehzahl den Standschub und die Pitch-Speed – die Geschwindigkeit, die der Propeller theoretisch erreicht, wenn er sich wie eine Schraube im Holz bewegt. Mit dem Modellgewicht ergibt sich das Schub-Gewicht-Verhältnis.
- Pitch-Speed
- Drehzahl × Steigung
- Schubformel
- empirisch nach G. Staples
- Genauigkeit
- meist ±26 %
- Bezeichnung
- 10×6 = 10″ ⌀, 6″ Steigung
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So rechnet der Propeller-Rechner
F [N] = 4,392·10⁻⁸ · n · d3,5 / √P · (4,233·10⁻⁴ · n · P − v₀)
Die Schubformel ist eine empirische Näherung von Gabriel Staples, abgeglichen mit Messdaten vieler Zweiblatt-Propeller bei Meereshöhe. Laut Autor liegen 95 % der Standschub-Werte innerhalb von ±26 % – für die Auswahl von Propeller und Motor ist das eine gute Orientierung. Im Flug sinkt der Schub, bis er bei der Pitch-Speed rechnerisch null wird.
Rechenbeispiel
Ein 10×6-Propeller bei 10 500 U/min erzeugt etwa 1.619 g Standschub. Die Pitch-Speed liegt bei 96 km/h. Für ein 1,5 kg schweres Modell ergibt das ein Schub-Gewicht-Verhältnis von 1,08 : 1 – sportlich, aber noch nicht senkrecht.
Richtwerte Schub-Gewicht
| Schub : Gewicht | geeignet für |
|---|---|
| unter 0,4 : 1 | leichte Segler, Motorsegler |
| 0,4–0,7 : 1 | Trainer, Scale |
| 0,7–1,0 : 1 | Sport, Kunstflug |
| über 1 : 1 | senkrechter Steigflug, 3D |
Tipps & typische Fehler
- Drehzahl unter Last: Der Motor erreicht mit Propeller nur etwa 80–90 % seiner Leerlaufdrehzahl (KV × Spannung).
- Strom prüfen: Mehr Durchmesser oder Steigung erhöht den Strom stark – immer mit Wattmeter messen.
- Hohe Steigung: viel Pitch-Speed, aber weniger Standschub – gut für schnelle Modelle, schlecht für den Start aus der Hand.
Häufige Fragen
Was bedeutet 10×6 beim Propeller?
Die erste Zahl ist der Durchmesser, die zweite die Steigung – beides in Zoll. Ein 10×6-Propeller hat 25,4 cm Durchmesser und würde sich pro Umdrehung theoretisch 6 Zoll (15,2 cm) weit „hineinschrauben“.
Was ist die Pitch-Speed?
Die Pitch-Speed ist Drehzahl mal Steigung – die Geschwindigkeit, die ein Propeller ohne Schlupf erreichen würde. Sie ist eine Obergrenze: In der Praxis fliegt ein Modell meist etwas langsamer, mit sauberer Aerodynamik auch knapp darüber.
Wie genau ist der berechnete Standschub?
Die empirische Formel liegt laut ihrem Autor in 95 % der Fälle innerhalb von ±26 %. Slowflyer-Propeller schieben oft mehr, Dreiblatt-Propeller sind nicht abgedeckt. Für exakte Werte hilft nur eine Schubwaage.